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Wo und wann Steinpilze wachsen: gute Fundstellen finden

Der Steinpilz wächst nicht an beliebigen Stellen. Er lebt in Symbiose mit bestimmten Bäumen und mag eine bestimmte Feuchtigkeit und Temperatur, deshalb beurteilen erfahrene Sammler zuerst den Wald und wählen Stellen, an denen ein Steinpilz wachsen kann. Diese Fähigkeit lässt sich schneller erlernen, als man denkt.

Ein Steinpilz wächst im Moos unter einer Fichte, und goldenes Licht fällt auf den Waldboden.

Mit welchen Bäumen der Steinpilz lebt

Der Steinpilz bildet eine Mykorrhiza, also eine Wurzelsymbiose, mit mehreren Baumarten. In polnischen Wäldern findest du ihn am häufigsten unter Fichte, Kiefer, Eiche und Buche. Deshalb sieht derselbe Pilz im Kiefernwald, im Fichtenforst oder im alten Buchenwald etwas anders aus. Der Baum ist der erste Hinweis: Ohne die passende Baumart wächst kein Steinpilz.

Such vor allem an Waldrändern, auf Lichtungen, an den Rändern von Waldwegen und an Stellen, an denen der Bestand lichter wird und mehr Licht auf den Boden fällt. Dort erwärmt sich der Boden nach einer kühlen Nacht schneller, und die Wärme setzt die Fruchtkörperbildung in Gang. Alte Baumbestände bringen größere und verlässlichere Ernten als junge Dickungen.

Wann du losgehen solltest

Die Steinpilzsaison in Polen dauert meist von Juli bis Oktober, mit einem deutlichen Höhepunkt im September. Das Wetter ist dabei aber wichtiger als der Kalender. Der beste Zeitpunkt ist ein bis zwei Wochen nach einem kräftigen, warmen Regen, wenn das Myzel Zeit hatte, Fruchtkörper anzulegen, und die Temperatur noch nicht zu tief gefallen ist.

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Feuchtigkeit: Der Steinpilz braucht Regen, verträgt aber keine Überschwemmung. Die ersten Fruchtkörper erscheinen meist etwa eine Woche nach einem kräftigen Regen, und die meisten wachsen zwischen dem 7. und 12. Tag.

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Wärme: Warme Nächte und mäßig warme Tage beschleunigen das Wachstum, während die ersten Kälteeinbrüche es stoppen können.

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Tageszeit: Geh morgens los, bevor andere die Pilze finden und die Sonne die Streu austrocknet.

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Rhythmus: Nach einem guten Regen erscheinen die Fruchtkörper in Wellen. Kehr deshalb nach ein paar Tagen an dieselbe Stelle zurück.

Wann die Pilze kommen

Der Ratgeber erklärt, warum Fruchtkörper ein bis zwei Wochen nach dem Regen erscheinen und nicht am nächsten Morgen, und wie du am Wetter der letzten Tage erkennst, ob sich ein Ausflug am Wochenende lohnt.

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Worauf du in der Waldstreu achtest

Der Steinpilz mag Stellen mit Moos, einer dünnen Streuschicht und etwas Licht. Geh langsam vor: Statt den ganzen Wald mit den Augen abzusuchen, bleib an vielversprechenden Moospolstern am Fuß alter Fichten und Eichen stehen. Der typische kastanienbraune Hut schaut oft nur knapp unter den Nadeln hervor, und du erkennst ihn eher an Form und Glanz als an der Farbe.

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Moos und Heidelbeerbestände rund um alte Bäume sind typische Standorte des Steinpilzes.

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Wegränder, Lichtungen und lichte Stellen erwärmen sich schneller, deshalb erscheinen die Pilze dort früher.

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Wenn du einen Steinpilz findest, bleib stehen und sieh dich um, denn Steinpilze wachsen selten allein.

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Merk dir die Fundstellen, denn das Myzel lebt viele Jahre und trägt jede Saison an derselben Stelle.

Aus dem Notizbuch eines Pilzsammlers

Führ deine eigene Karte der Fundstellen. Eine App, die Funde mit GPS-Position speichert, sammelt diese Informationen an einem Ort: Nach zwei, drei Saisons siehst du auf der Karte die Stellen, die regelmäßig tragen, und weißt, wohin du eine Woche nach dem ersten warmen Regen gehen solltest.

Sammle so, dass das Myzel weiter trägt

Der Pilz, den du sammelst, ist nur der Fruchtkörper des Myzels, das im Boden lebt. Dreh die Fruchtkörper heraus oder schneide sie ab, harke die Streu nicht auf und zerstör den Standort nicht. Lass alte und madige Exemplare stehen, denn sie verbreiten Sporen. So trägt derselbe Standort über Jahre.

Grzybiarz
Grzybiarz ist ein Assistent für Pilzsammler; die Entscheidung über das Sammeln liegt beim Menschen.
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