In der App Grzybiarz steckt ein Geländespiel. In Werbematerialien nennen wir es Podgrzybek GO, in der App selbst findest du es als „Waldjagd“. Das Prinzip ist einfach: Der Wald ist echt, die Pilze sind virtuell, und fangen kannst du nur, was du erkennst. Nebenbei lehrt dich das Spiel Arten, Doppelgänger und Geduld, also alles, was dir auch mit dem Korb weiterhilft.

Worum es im Spiel geht
Virtuelle Exemplare stehen nur in echtem Wald, passend zu Jahreszeit und Standort: Im Winter triffst du keine Sommersteinpilze, und Wiesenarten findest du nicht tief im Fichtenforst. Die Verteilung der Exemplare ändert sich jeden Montag, deshalb lohnt es sich, dieselben Stellen jede Woche neu abzugehen. Die Karte zeigt, was in der Nähe wächst, verrät den Namen der Art aber erst beim Fang.
Kommst du auf 60 Meter heran, vibriert das Handy, und das Exemplar lässt sich ansteuern. Eile ist nicht nötig, denn niemand nimmt es dir weg. Du kannst dir die Merkmale zuerst in Ruhe im Atlas ansehen und erst dann antworten.
Fangen heißt Quiz
Statt etwas zu werfen, beantwortest du eine Frage. Du bestimmst die Art anhand ihrer Merkmale, nach Standort und Jahreszeit, oder wählst aus, welcher der gezeigten Pilze nicht gesammelt werden darf. Ein Fehler wird verziehen, denn unter Bäumen tippt man schnell daneben. Beim zweiten entkommt das Exemplar, und die Stelle ruht bis zum nächsten Tag.
Eine Flucht ist keine Strafe ohne Lerneffekt. Das Spiel zeigt dir dann die richtige Antwort und das Bestimmungsmerkmal, an dem du die Art beim nächsten Mal erkennst.
Pilzdex, Level und Abzeichen
Jede Art landet im Pilzdex, einer Sammlung von über hundertzwanzig Arten aus dem Atlas. Jede Art hat drei Stufen: im Quiz kennengelernt, virtuell gefangen und im echten Wald bestätigt. Ein echter Fund steht immer über einem virtuellen.
Erfahrungspunkte gibt es für Touren, bestätigte Funde und Fänge. Es gibt fünfzig Level und dazu Titel, vom Frischling über den Maronenröhrling und den Steinpilz-Meister bis zur Legende des Dickichts. Außerdem Abzeichen in drei Gruppen: Gelände, Sammlung und Wissen. Es gibt auch eine wöchentliche Rangliste, die Teilnahme ist freiwillig und standardmäßig ausgeschaltet.
Das Myzel wächst vom Gehen
Jedes gefangene Exemplar bringt Sporen. Du säst sie in einen der drei Myzel-Slots, und das Myzel wächst mit den gelaufenen Kilometern, nicht mit dem Warten. Manchmal bringt es eine Art hervor, die mit der gesäten verwandt ist, bevorzugt eine, die dir im Pilzdex noch fehlt.
Der Rhythmus von Tag, Woche und Monat
Tagesaufgabe: eine Herausforderung, abgeleitet aus deinen Fängen, für 40 XP.
Wochenserie: Eine Tour oder eine Jagd hält die Serie am Leben, und eine ausgelassene Woche verzeiht das Spiel.
Monatssammlung: fünf Arten aus dem saisonalen Pool, für den vollständigen Satz eine Medaille und 150 XP.
Pilzschwemme: Nach Regen gibt es mehr Exemplare, und eine lokale Benachrichtigung meldet sich, wenn sich in deiner Gegend ein Fenster öffnet.
Wo das Spiel funktioniert
Für Polen, Tschechien und die Slowakei gibt es Offlinekarten als Pakete: Du lädst ein Land einmal herunter und bist ohne Netz unterwegs. In Deutschland, Österreich und Griechenland lädt die App die Walddaten für deine Umgebung selbst nach, jeweils wenige Kilobyte, und einmal geladen bleiben sie auf dem Handy und funktionieren weiter ohne Netz. Die Karte kommt dann als Stream, du musst also nicht vor der Reise ein ganzes Land herunterladen. Außerhalb dieser Länder sagt dir das Spiel klar, dass es noch keine Daten gibt, statt eine leere Karte ohne Erklärung zu zeigen.
Nicht nur Wälder zählen. Stadtparks ab zwei Hektar haben ihren eigenen Artenpool, Schirmlinge, Champignons und Tintlinge, also kannst du auch zwischen Wohnblöcken spielen. Die wertvollsten Exemplare bleiben aber dem echten Wald vorbehalten: Im Park triffst du keine Legende.
Offline und Privatsphäre
Das Spiel läuft komplett offline: Karten, Waldmaske und die Verteilung der Exemplare liegen auf dem Handy, deshalb funktioniert tief im Wald ohne Empfang alles genauso. Genaue Koordinaten verlassen das Gerät nie. Der Server sieht höchstens die ungefähre Gegend eines Fangs, Strecke, Schritte und Level bleiben lokal.
Am besten spielt es sich nebenbei auf echten Pilztouren, denn dieselben Kilometer füttern das Myzel, die Statistik und die Wochenserie. Während du deine Steinpilzplätze abgehst, sammelst du unterwegs auch virtuelle Exemplare ein.
Das Spiel zeichnet nichts in die Streu und zeigt keine echten Pilze zum Sammeln an. Das Quiz lehrt Merkmale, aber entscheide über das Sammeln und Essen eines echten Pilzes niemals anhand des Spiels. Dafür gibt es den Atlas, den Doppelgänger-Vergleich und deine eigene, ruhige Prüfung.